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Borderline Störungen

„Wenn die Gefühle Achterbahn fahren…“ – Betroffene einer Borderline Störung erleben intensive, extreme und rasch wechselnde Emotionen, mit deren Regulierung sie selbst und/oder ihre Bezugspersonen unter hoher Anstrengung beschäftigt sind.

Verzweiflung, Wut, Angst, Gefühle von Resignation und quälender Leere, Schuld- und Ohnmachtsgefühle tauchen unvorhersehbar, überflutend und impulshaft auf, werden existentiell bedrohlich erlebt.   Wünsche nach einer sicheren, haltgebenden und tragenden Beziehung sind in diesem Zusammenhang verständlich. Die Reizschwelle bleibt jedoch niedrig.

Beziehungen bringen neben der Entlastung eine zusätzliche Belastung mit sich: Da Ängste als Ausdruck einer Bedrohung erlebt werden können, werden die nach wie vor impulsiv aufschießenden, oft gegensätzlichen Gefühle ursächlich beim Gegenüber erlebt: Liebes- und Hassgefühle wechseln in rascher Folge ab; der Partner erscheint ideal und wertlos. Deshalb sind Beziehungen für die Betroffenen selbst und ihre Bezugspersonen häufig belastend.

Borderline Störungen werden den emotional instabilen Persönlichkeitsstörungen zugeordnet; unterschieden wird eine impulsive und eine Borderline Ausprägung im engeren Sinne. Es wird angenommen, dass es sich dabei um tief verwurzelte, starre Verhaltensmuster handelt, die mehrfach begründet sind: Genetische Faktoren werden ebenso wie früh erworbenes, sozial gelerntes Bindungsverhalten diskutiert.

Dissoziative Symptome und selbstverletzendes Verhalten können in unterschiedlicher Ausprägung auftreten und stellen Versuche dar, die innere Balance bei den extremen seelischen Belastungen herzustellen. Erstere beeindrucken von außen betrachtet gelegentlich wie eine plötzliche Abwesenheit, werden von Betroffenen meist nicht gesteuert und oft nicht wahrgenommen. Selbstverletzungen sind nicht mit Selbsttötungshandlungen zu verwechseln. Sie werden von Betroffenen als entlastend und somit als kurzfristig hilfreich erfahren.

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